Du bist nicht angemeldet.

Kontrollzentrum

Statistik

  • Mitglieder: 4561
  • Themen: 4425
  • Beiträge: 29897 (ø 13,79/Tag)
  • Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: POS

Kontakt

Administratoren
euleni
taxman
Super Moderatoren
BENhur
norcop
noskom

neumitglied

Fortgeschrittener

  • »neumitglied« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 328

Registrierungsdatum: 3. März 2008

  • Private Nachricht senden

1

Freitag, 20. Februar 2009, 17:58

Elternunterhalt - Eure Meinung ist gefragt

Elternunterhalt

Du kannst maximal 4 Optionen auswählen

Die Umfrage endet: Sonntag, 20. Dezember 2020, 00:00

Elternunterhalt - Eure Meinung ist gefragt.

Denkt bitte dran: Ihr könnt maximal 4 Optionen auswählen!

2

Freitag, 20. Februar 2009, 18:43

7. sollte durch Vollkaskopflegeversicherung gedeckt werden
Hallo Neumitglied,

ich persönlich würde die 'Vollkaskopflegeversicherung' bevorzugen, welche meiner Meinung nach mit einem festen Prozent-Faktor ohne Begrenzung von sämtlichen steuerlichen Einkommensarten zu finanzieren wäre, also auch von Unternehmensgewinnen. meineMeinung:

Welche Vorstellungen hast Du von der Finanzierung Deiner Vollkaskovariante?

Gruß
Maxi
Gruß Maxi

neumitglied

Fortgeschrittener

  • »neumitglied« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 328

Registrierungsdatum: 3. März 2008

  • Private Nachricht senden

3

Freitag, 20. Februar 2009, 19:12

Hallo Maxi,

ich habe ähnliche Vorstellungen davon wie Du, ja ich denke die gleichen.

Da ja auch ganz junge Motorradfahrer (natürlich auch andere Menschen) jederzeit verunglücken könnten,
müssten die Beiträge sofort nach Erzielung eines ersten Einkommens, egal auf welchem Wege, ähnlich wie bei der Steuer, gestaffelt nach Höhe des Einkommens mit einem festen Beitrag (ohne Beitragsbemessungsgrenze!!), natürlich auch aus Unternehmensgewinnen, von ALLEN, auch von Beamten und Politikern erhoben werden.

Das wäre ganz einfach zu lösen, indem man im Bundestag eine Reform und Ergänzung der vorhandenen Pflegeversicherung beschließt.

Das wichtigste wäre dabei meiner Meinung nach das Fehlen der unsinnigen Beitragsbemessungsgrenze ( wie in der Schweiz) und die gesetzliche Pflicht für ALLE, sich wegen der demographischen Probleme abzusichern.

Natürlich müssen auch Rentner daran beteiligt werden, ähnlich wie bei der Kranken-und Pflegeversicherung,
bis zum Ableben.

Dann gäbe es keine finanziellen Lücken, die durch frustrierte Angehörige der Sandwichgeneration, die ohnehin am meisten zu tragen hat, geschlossen werden müssten.

MfG neumitglied

wolkenlos

unregistriert

4

Freitag, 20. Februar 2009, 19:15

ich persönlich würde die 'Vollkaskopflegeversicherung' bevorzugen, welche meiner Meinung nach mit einem festen Prozent-Faktor ohne Begrenzung von sämtlichen steuerlichen Einkommensarten zu finanzieren wäre, also auch von Unternehmensgewinnen.


@ maxi,

kann ich gut nachvollziehen. Aber du gehst sehr einseitig davon aus, dass Elternunterhalt immer etwas mit Pflegebedürftigkeit zu tun hat. Das ist aber nicht so. Es gibt zahlreiche andere Konstellationen, in denen Eltern bedürftig werden, ohne das eine Pflege notwendig ist.Z.B. Behinderungen, Erwerbsunfähigkeiten etc. Dann bräuchte man also hierfür auch jeweils eine Vollkasko.

neumitglied

Fortgeschrittener

  • »neumitglied« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 328

Registrierungsdatum: 3. März 2008

  • Private Nachricht senden

5

Freitag, 20. Februar 2009, 20:06

hallo wolkenlos,

sehr guter Einwand. Aber in diesem Forum beschäftigen wir uns doch überwiegend mit Elternunterhalt, der dadurch entsteht, dass die Nachkriegsgeneration der Eltern, Flüchtlinge, Vertriebenen, Aussiedler usw.nicht genug Rente
oder Vermögen erarbeiten konnte oder es verloren haben.
Dadurch sind sie eben mittellos, wenn man bedenkt, dass ein Pflegeaufenthalt im Heim über 3000 Euro monatlich kostet, je nach Stufe.
Über Deine Beispiele der Bedürftigkeit sollten wir auch intensiv diskutieren und um Lösungen ringen.
Wenn es nach mir ginge, müssten solche Fälle auch durch Versicherungen oder staatliche (Allgemeinheit) Unterstützung voll abgefedert werden. meineMeinung:

6

Freitag, 20. Februar 2009, 20:11

Aber du gehst sehr einseitig davon aus, dass Elternunterhalt immer etwas mit Pflegebedürftigkeit zu tun hat.
@wolkenlos,
Du hast recht, dass ich Elternunterhalt mit Pflegebedürftigkeit gleichgesetzt habe und dass dies nur ein Teil der Ursache für Elternunterhalt ist. Vermutlich aber der größte und bedeutentste Teil aber auch da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.
Erwerbsunfähigkeit beim Elternunterhalt dürfte eher eine untergeordnete Rolle spielen, wie oft kommt es vor, dass Eltern vor der Rente erwerbsunfähig sind und die Kinder schon so gut verdienen, dass sie in die Pflicht genommen werden.
Behinderungen der Eltern, welche zum Unterhalt durch die Kinder führen sind vermutlich relativ gesehen auch nicht all zu häufig.
Ich will das nicht bagatellisieren und auch hier müssen sinnvolle Lösungen geschaffen werden.

Gruß Maxi
Gruß Maxi

7

Samstag, 21. Februar 2009, 10:39

Nachtrag zu meinem Beitrag von gestern abend:
Ganz allgemein geht es doch darum, dass Bedürftige nicht in ihrer Not in Stich gelassen werden sondern durch die Allgemeinheit, dem Staat, also von uns Unterstützung erfahren. Nun frage ich mich, warum bei dieser Unterstützung unterschieden werden soll zwischen denjenigen, welche Familie haben und jenen, die keine haben. Natürlich sind mir die Argumente bezüglich Zusammenhalt und Pflichten in der Familie zur Genüge bekannt aber was ist denn dann die Folge? Diejenigen Bedürftigen ohne Familie werden durch die Allgemeinheit abgesichert also auch von denen mit Familie und diejenigen mit Familie im Wesentlichen durch die Familie mit der Folge, dass Familien de facto doppelt zur Kasse gebeten werden. Da frage ich mich schon ob das gerecht ist. Insbesondere auch unter dem Blickwinkel, dass Familie in unserer Gesellschaft einen im Zeitverlauf kleiner werdenden Stellenwert hat.

Also lande ich nach zweimaligem Überdenken doch wieder bei meiner ursprünglichen Aussage, die ich wie ich zugeben muss 'aus dem Bauch heraus' ohne großartige Überlegung getroffen hatte - also keine Spur von Einseitigkeit ;)

Gruß
Maxi
Gruß Maxi

wolkenlos

unregistriert

8

Samstag, 21. Februar 2009, 11:52

@ maxi,

wenn ich dich und alle anderen, welche genauso argumentieren, richtig verstehe, schaffen wir also den Unterhalt im BGB vollumfänglich ab und finanzieren alles über Steuern.

Ich will solche Überlegungen garnicht zerreden, sie sind durchaus berechtigt. Nur frage ich dich, ob weitreichend über den eigenen Tellerrand gedacht wurde. Dies hätte dann aber auch wieder zur Folge, dass die geschiedene Ehefrau keine UH-Anspruch gegen ihren gut verdienenden Ex-Ehemann hat, sondern sich an die Allgemeinheit hält. Das hätte zur Folge das wir das Unterhaltsvorschußgesetz abschaffen, auf die Verfolgung säumiger und sich mit Absicht drückender UHP gleich verzichten, der Unterhalt war in diesen Fällen ja eh schon durch die Allgemeinheit finanziert. Das hätte zur Folge dass die unter dem SB verdienende Ehefrau keine Anspruch auf ein gemeinsames Familieneinkommen hat, die "Paschas" ihre Gehalt behalten können und die Ehefrau durch uns mit unterhalten werden.

Ich bin bei meinen Überlegungen natürlich vom Gleichheitsgrundsatz ausgegangen und nicht nur aus der Sicht eines zum Elternunterhalt verpflichteten.

Nein, ich würde einen anderen weg bevorzugen. Eine Vollkasko Pflegeversicherung erfüllt den gleichen Zweck. Wir haben eine Pflegeversicherung. Die muss so gestaltet werden, dass sie funktioniert. Die Pflege Alter sollte eine gesellschaftl Aufgabe sein und auch so organisiert werden. Gegenwärtig verdienen sich andere dumm und dämlich, nicht zuletzt wegen der Investkosten.
Der Familie sollte man den Stellenwert lassen, den sie hat.
Ich denke das die EU-pflichtigen über dieses Thema anders denken würden, wenn ihren Eltern wirklich das Geld fehlt, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn das Geld fürs tägliche Leben und die Miete fehlt. Aber gegenwärtig ist es doch so, dass die Unterhaltspflicht nur augrund der ungedeckten Pflegekosten entsteht und das trotz Pflegeversicherung.

9

Samstag, 21. Februar 2009, 12:20

wenn ich dich und alle anderen, welche genauso argumentieren, richtig verstehe, schaffen wir also den Unterhalt im BGB vollumfänglich ab und finanzieren alles über Steuern
@wolkenlos,
für die anderen kann ich nicht sprechen aber mich verstehst Du nicht richtig. Ich spreche hier vom Elternunterhalt und meine den Elternunterhalt auch wenn ich dies nicht immer explizit zum Ausdruck bringe und nicht vom Unterhalt generell.
Es gibt beim Elternunterhalt im Vergleich zu den anderen Unterhaltsformen einen signifikanten Unterschied: Kinder können sich nicht aussuchen ob sie geboren werden und damit in einen Verpflichtungskreislauf kommen. Sehrwohl aber können dies zum Beispiel unterhaltspflichte Eltern oder Geschiedene, die die freie Wahl haben Verkehr auszüben mit dem 'Risiko' Kinder zu zeugen oder eine Ehe einzugehen mit dem Risiko geschieden zu werden. Ob in diesen Fällen das Unterhaltsrecht immer richtig ist wage ich auch zu bezweifeln, wenn ich bedenke, dass auch in jungen Jahren Geschiedene noch Jahrzehnte später für ihre(n) in Not gefallene(n) Ex aufkommen müssen. Aber dies sind andere Diskussionen und ich möchte mich hier alleine auf den Elternunterhalt beschränken.
Gruß Maxi
Gruß Maxi

neumitglied

Fortgeschrittener

  • »neumitglied« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 328

Registrierungsdatum: 3. März 2008

  • Private Nachricht senden

10

Samstag, 21. Februar 2009, 17:33

Hallo Maxi,

ich muss Dir recht geben.
Dieses Forum heißt nun mal "Elternunterhalt".
Alle anderen Unterhaltsformen, so kompliziert sie auch sein mögen, werden sicher in anderen speziellen Foren diskutiert.
@ wolkenlos, Du hast auch in so fern Recht, dass EU erst nötig wird durch die wahnsinnig hohen Kosten der Pflegeheime.
Gerade deshalb plädiere ich für die Ergänzung der derzeitigen Pflegeversicherung.
Jeder wird gerne ca. 1% seines Bruttoeinkommens (aus allen Einkommenarten) abtreten und Gott auf Knien darum bitten, dass er nie in ein Pflegeheim muss.
Das wäre schon Belohnung genug für 1% des Einkommens. Nur wenige werden in ein Pflegeheim müssen, aber es kann jeden jederzeit treffen , nicht erst im Alter!!!!!!
Fürs Auto gibt man doch auch viel Geld aus, um es durch Vollkasko abzusichern. Um wieviel mehr wäre das nötig, um bei Bedarf völlig sorgenfrei die hohen Kosten begleichen zu können, ohne die Kinder oder andere Angehörige belasten zu müssen. Das wäre human.
Und ein Verdiener, der 10.000 Euro im Monat verdient, wird auch noch leben können, wenn er dann "nur noch" 9.900 übrig hat.
Die Beiträge würde ich erst ab einem Einkommen von 1000 Euro einziehen, was darunter liegt, sollte symbolisch
1 Euro monatlich abgeben.

  • »Cerberus« ist männlich

Beiträge: 1 703

Registrierungsdatum: 22. März 2007

Sozialhilfeträger: Rheinland-Pfalz

OLG-Bezirk: Koblenz

  • Private Nachricht senden

11

Samstag, 21. Februar 2009, 18:51

@Wolkenlos,

Zitat

Nein, ich würde einen anderen weg bevorzugen. Eine Vollkasko Pflegeversicherung erfüllt den gleichen Zweck. Wir haben eine Pflegeversicherung. Die muss so gestaltet werden, dass sie funktioniert. Die Pflege Alter sollte eine gesellschaftl Aufgabe sein und auch so organisiert werden. Gegenwärtig verdienen sich andere dumm und dämlich, nicht zuletzt wegen der Investkosten.
Der Familie sollte man den Stellenwert lassen, den sie hat.
Ich denke das die EU-pflichtigen über dieses Thema anders denken würden, wenn ihren Eltern wirklich das Geld fehlt, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn das Geld fürs tägliche Leben und die Miete fehlt. Aber gegenwärtig ist es doch so, dass die Unterhaltspflicht nur augrund der ungedeckten Pflegekosten entsteht und das trotz Pflegeversicherung.


da kann ich nur zustimmen, vor allem das unwürdige Gezerre um AVV bzw Schwiegerkindhaftung hätte ein Ende, aber die Politik sieht ja keinen Handlungsbedarf. :cursing:

Perle

Schüler

Beiträge: 32

Registrierungsdatum: 28. Februar 2009

  • Private Nachricht senden

12

Sonntag, 8. März 2009, 23:35

Petitionsvorschlag Alternative 1 - kein Rückgriff auf Kinder.

ein Vorschlag aus der Petition:


Zitat aus der Petition:

Alternative 1: Kein Rückgriff auf Kinder

Fehlende Einnahmen: 29.700.193,00 €

Eingesparter Verwaltungsaufwand: 26.019.638,22 €

Mindereinnahmen/Mehreinnahmen: - 3.680.554,78 €


Beitragspflichtige in der Pflegeversicherung: 50.801.000
Erhöhung pro Beitragspflichtigen pro JAHR: 0,07 €



Bei Mindereinnahmen:
Finanzierungsmöglichkeit über Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrags und
interne Verrechnung mit den Sozialhilfeträgern


  Meine Meinung:Problem 1: die Bemessungsgrundlage für die SHT. Warum sollte hier die nicht kostendeckende Summe der Einnahmen aus Elternunterhalt der Vergangenheit zugrunde gelegt werden? Aus Sicht der kommunalen Träger müsste der Betrag doch wahrscheinlich viel höher sein bei chronisch leeren Kassen und die Tendenz dürfte ja nicht auskömmlicher werden bei derzeitiger Wirtschaftslage.

Problem 2: Die zu erwartende finanzielle Belastung der Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist in naher Zukunft immer mehr gefordert, eben mit weiter steigenden Pflegezahlen und Leistungsansprüchen. Ausgleichszahlungen verschärfen diese Problematik.
Ergo: Wir kaufen uns mit einer Beitragserhöhung der Pflegeversicherung um 7 Cent und einem Ausgleich an SHT von der individuellen Unterhaltspflicht frei - das sollte man zweimal rechnen. Unter Berücksichtigung des tatsächlichen Bedarfs von Kommunalen Trägern für die Finanzierung der Pflege und des tatsächlichen Bedarfs der Pflegeversicherung.

Trotzdem: Alternative 1 aus der Petition finde ich trotzdem begrüßenswert, da darin das Potenzial für die Verteilung der Lasten auf mehr Schultern liegt und sie zu einer entspannteren Situation in den Familien führt. Die Berechnung halte ich aber erst dann für plausibel, wenn Sie die tatsächlichen Bedarfe und die zukünftige Entwicklung mit einrechnet. Und: Die Gerechtigkeitsfrage wird dann - bei bestehendem System mit Einführung der Alternative 1 - u.a. zwischen Selbstständigen und Nicht-Selbstständigen gestellt werden - je höher die Beiträge um so heftiger.

Perle



13

Montag, 9. März 2009, 08:43

Zitat aus der Petition:
Fehlende Einnahmen: 29.700.193,00 €
Eingesparter Verwaltungsaufwand: 26.019.638,22 €
Mindereinnahmen/Mehreinnahmen: - 3.680.554,78 €
Beitragspflichtige in der Pflegeversicherung: 50.801.000
Erhöhung pro Beitragspflichtigen pro JAHR: 0,07 €

Hallo Perle,
das klingt schön und auch ich bin grundsätzlich der Auffassung, dass die Pflegeversicherung alle bzw. alle nicht gedeckten Kosten abdecken sollte, nur würden da 7Ct nicht ausreichen.
Bei den 7Ct wird unterstellt, dass wenn der SHT seinen Verwaltungsaufwand einspart, trotzdem getrennt werden kann in den Hilfebeitrag, der den 3,7 Mio entspricht und dem weit höheren ??? Hilfebeitrag, der an pflegebedürftigen Eltern bezahlt wird, der nicht durch den Regress gedeckt ist und dass letzterer auch künftig durch den SHT getragen wird.

Ich denke es ist einen Gedanken wert das ganze Kosten- und Vergütungssystem der Pflegeheime zu überdenken:
Ist es wirklich erforderlich 5.000 € pro Monat/Heimbewohner zu verlangen, um kostendeckend mit einer angemessenen Gewinnmarge von z.B. 8% zu wirtschaften?
Muss der Staat, also wir, die Heimträger bei dieser Preisgestaltung wirklich mit hohen Subventionen (Baukosten) stützen?
Sind die Gehälter des Pflegepersonals angemessen oder nicht vielmehr lächerlich niedrig?
Ist die Pflege der Heimbewohner angemessen und menschenwürdig?
Soll die Pflegeversicherung wirklich die vollen Kosten (100%) tragen und die Heimbewohner können ihre Einkünfte und Vermögen unbegrenzt ohne jeden Beitrag behalten?
Oder wird der Beitrag der Pflegeversicherung fest quotiert und die Heimbewohner haben den Rest zu tragen und die, die es nicht können bekommen die Lücke durch einen Sonderfonds der Pflegeversicherung ohne Einschaltung des SHT (Erzeugt auch Verwaltung!).

So oder so, wir befinden uns heute in einem extrem unbefriedigenden Zustand und machen wir uns nichts vor, die Ersparnisse der SHT werden keinesfalls in die Pflegeversicherung fließen, da steht schon das Kompetenzgerangel zwischen Kommunen und Bund vor.
Wenn unsere Wünsche erfüllt werden, wird es teurer werden und zwar spürbar im hohen 2stelligen, vielleicht sogar 3telligen Eurobereich monatlich und nicht wenige Cent im Jahr. meineMeinung:

Gruß
Maxi
Gruß Maxi

neumitglied

Fortgeschrittener

  • »neumitglied« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 328

Registrierungsdatum: 3. März 2008

  • Private Nachricht senden

14

Montag, 9. März 2009, 09:23

Hallo Maxi und Perle,

mir ist die Abdeckung der hohem Pflegekosten auch ein großes Anliegen.
Das Thema ist sehr komplex und verlangt eine breite Diskussion, um ein brauchbares Endergebnis zu erzielen.
Es muss ja kein starres Endergebnis bleiben, sondern Novellen oder Reformen müssen möglich sein.

Ich bin auch etwas skeptisch bei den wenigen Cent pro Jahr, die reichen könnten.
Genauso bin ich aber auch skeptisch gegenüber Ansichten, dass es [u]nur[/u] hohe zwei- bis dreistellige Beiträge monatlich sein müssten.
Es müssten sogar einstellige, zweistellige, dreistellige oder [u]vierstellige[/u] Beiträge sein, die sich aus den nach oben offenen Beiträgen ergeben würden.

Wenn wir uns andere Völker anschauen, die Schweizer z.B., dann steht der Solidaritätsgedanke mit den Schwachen der Gesellschaft viel höher als bei uns oft sehr egoistischen Deutschen.

Sehr viel Geld wird nötig sein, um den z.Z. unhaltbaren Zustand beim EU zu ändern.

Mein Vorschlag: meineMeinung:

Alle Geringverdiener bis 500 Eu im Monat zahlen gar nichts dazu ein.
Alle sehr wenig Verdiener, damit meine ich auch Rentner, bis 1000 Eu zahlen symbolisch 1 Euro/mtl.
Alle, die über 1000 Eu verdienen, zahlen 1% ihres Bruttoeinkommens mtl.,nach oben offen! meineMeinung:

Wer also 1 Million mtl. verdient, wäre mit 10.000 Eu mtl. dabei. Er würde es überleben.

Natürlich sind das alles nur Gedanken,meine Gedanken, und keiner weiß, ob die Summe dann zu viel oder zu wenig wäre.
Ließe sich ja kalkulieren.

Dann hörte ich noch einen anderen interessanten Vorschlag, der beinhaltete, dass der Heimbewohner nur einen angemessenen Beitrag für das Wohnen und die Verpflegung aus seiner Rente je nach Möglichkeit zahlt, und dass alles, was mit Pflege dann zu tun hat, von dieser Vollkaskopflegeversicherung abzudecken sein muss.
Das ist ein sehr interessanter Aspekt, der noch weit über meinen ursprünglichen Ansatz hinausgeht, der nur vorsah, die nicht zu finanzierende Lücke schließen zu lassen und damit Kinder vom EU zu befreien.

Zu diskutieren wird auch sein, ob alle Pflegebdürftigen, die zu Hause von den Angehörigen gepflegt werden,
auch in den Genuss einer angemesseneren Vergütung für die Angehörigen kommen könnten.

[u]Zu wünschen wäre das, denn kaum jemand, der das noch nie gemacht hat, kann sich ein Bild machen,
was Angehörige mit einer 24stündigen Pflege und Bereitschaft, auch nachts!!!; auf sich nehmen.[/u]


Durch regelmäßige Gütekontrollen vom MD wäre auch sichergestellt, dass die Pflege menschlich und fachlich gut wäre, und ein Gehalt in der Höhe eines Altenpflegers wäre nur angemessen.

Leider scheint diese Problematik von der Politik nicht genügend erkannt zu werden,
manchmal scheint es fast, sie ist gewollt.
Jedenfalls kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das ganze Durcheinander beim EU infolge des Föderalismus von der Politik gewollt ist, denn daran wird von vielen Gruppen sehr viel verdient. meineMeinung:

  • »Cerberus« ist männlich

Beiträge: 1 703

Registrierungsdatum: 22. März 2007

Sozialhilfeträger: Rheinland-Pfalz

OLG-Bezirk: Koblenz

  • Private Nachricht senden

15

Montag, 9. März 2009, 11:49

Neumitglied,

Zitat

Vorschlag, der beinhaltete, dass der Heimbewohner nur einen angemessenen Beitrag für das Wohnen und die Verpflegung aus seiner Rente je nach Möglichkeit zahlt, und dass alles, was mit Pflege dann zu tun hat, von dieser Vollkaskopflegeversicherung abzudecken sein muss


würde ich als eine vernünftige Lösung begrüssen.

Zitat

Jedenfalls kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das ganze Durcheinander beim EU infolge des Föderalismus von der Politik gewollt ist, denn daran wird von vielen Gruppen sehr viel verdient


meineMeinung: Natürlich ist dieses Chaos gewollt. Diese ganzen Interessengruppen ,seien es Planstellen beim SHT, schöne Pöstchen bei irgendwelchen Verbänden die Empfehlungen zu meinen Lasten abgeben,
der Heimbetreiber ohne jedes wirtschaftliche Risiko, die Politik die im EU-Pflichtigen eine goldene Gans sieht und die eigentlich überlastete Justiz , alle profitieren wirtschaftlich davon, nur der U-Pflichtige steht allein im Regen. Wohl dem der es zu nichts gebracht oder rechtzeitig verschleudert hat. meineMeinung: